Samstag, 16. Januar 2016

WIP Ohnezahn Teil 2

So, nun gehts weiter mit dem Kostüm.
Schön, dass Ihr wieder dabei seid.

Bisher ist also die Kapuze fertig:






Nun habe ich mich an die Ärmel, bzw. die Flügel gemacht.

Nochmal zur Erinnerung, wie ich mir das Schnittmuster vorbereitet habe:




 Zuerst wollte ich mir den Stoff auch so teilen, habe mich aber dann beim Zuschnitt spontan für etwas Anderes entschieden.




Ich hab den Arm so weit verlängert, dass er rein optisch eine grosse Drachenpranke ergibt.
Ob das jetzt logisch ist, weiss ich nicht, aber ich wollte den Ärmel unten geschlossen und somit musste ich das Ganze ja irgenwie symetrisch machen (zumindest in der Theorie  *prust).


Also habe ich für die Flügeleinsätz den Ärmel nur soweit eingeschnitten, wie meine Schnittmusterschablone vor gab.

Ich glaube man hätte auch mittig einen Halbreis machen können und zwei Viertelkreie an den Rändern. Soweit konnte ich aber in dem Moment nicht denken, aber wenn ich das Bild so vor mir sehe, ist das sicher genauso logisch.

Könnt Ihr meinen Gedankenschritten überhaupt folgen...oje *lach? :D
 Egal, zumindest hab ich das so zugeschnitten.



Jetzt kommen die Krallen und wie schon angekündigt, zeig ich Euch hier mal ausführlich, wie ich ganz kleine schmale Sachen wende, ohne aus Verzweiflung ein Stück von der Nähmachine ab zu beissen.

Ich entschied mich für optisch schönere 4 Krallen pro Hand, oder besser gesagt: nur 8 Krallen, weil es nicht mehr grauen Filz im Hause gab.



Wunderbar sauber mit kleinem Geradstich umnäht *hüstel* , habe ich anschliessend knappkantig ausgeschnitten.

Zum Wenden benutze ich immer ein Essstäbchen und einen dicken Strohhalm.

Nun stecke ich den Strohhalm in die Wendeöffnung.



Nun wird von aussen mit dem Essstäbchen in die Öffnung des Strohhalms gedrückt.


 Wenn möglich, schiebe ich nun grad mit dem Stäbchen den Stoff Richtung Wendeöffnung.





Manchmal klappt das je nach Stoff so gut, dass man gleich mit dem Stäbchen alles ausformen kann.





So sind 8 Krallen in Kürze genäht und gewendet.




Diese nun an den unteren Teil des Ärmels genäht.

Auf dem Bild sieht man, dass ich vorher noch einmal ein Stück Zacken an den Armschlitz genäht habe.


Jetzt wirds schwierig, den ab dem Moment habe ich viel gemacht, wenig gute Bilder gemacht und versuche nun alles, so gut es geht zu beschreiben.



Die Ärmel sind übrigens aus festerem Jersey und der Körper aus Nickyplüsch.




Auf dem Bild habe ich das Rückenteil und den Ärmel zusammen gelegt, um mir eine passende Flügelschablone basteln zu können.

Mit Schnittmusterpapier darüber, malte ich mir ungefähr so ein Muster, wie ich Euch versucht habe, nachzustellen.

Die untere grüne Linie zeigt die Länge der Oberkante des Flügels an, wie er final eingenäht werden soll.



So wäre mir das aber zu wenig Flügel gewesen und ich befürchtete, dass die ganze Jacke nach oben gezogen wird, sollt das Plüschauge mal die Hände heben.
 
Also versetzte ich diese Linie diagonal nach oben und zeichnete mir dann ungefähr die Flügelzacken an.


 



Die Flügel habe ich nun doppelt zugeschnitten, rechts auf rechts gelegt und an den gestrichelten Linien zusammen genäht.






Anschliessend alles gewendet und abgesteppt.
Hier zeig ich Euch auf der Grafik wie ich nachher meine Linien gesetzt habe.
Auf Schwarz ist das anders fast nicht im Bild fest zu halten.






Zuerst die zuvor genähten Nähte abgesteppt, nähte ich in einem 2cm Abstand oben noch eine zusätzliche Naht gemacht und  diesen oberen kleinen Bogen habe ich mit Füllwatte gestopft.

Dann nähte ich eine der Diagonalen und schob schmale Füllwatterollen an die Naht. In ca 2 cm Abstand dann eine weitere Parallele genäht. Das sollen die Flügelrippen sein.





Als das geschafft war, habe ich die restlichen offenen Kanten geschlossen.






Jetzt wurde es richtig tricky, aber mit viel Geduld konnte ich erst den Rückenflügelteil in die hintere Naht setzen.
Danach den Ärmel annähen und den Armflügelteil zwischennehmen und alles verbinden.

Puh! Ich hab echt geschnauft, als das fertig war.

Spannend war, dass sich nun der obere kleine Flügelbogen so gut zusammen nehmen lies, dass ich mit wenigen Handstichen, die Flügelecken oben so plastisch darstellen konnte, wie Ihr es im Bild sehen könnt.

Manchmal muss man einfach Glück haben.





Ich habe die Ärmelnaht übrigens erst zur Hälfte geschlossen und das Plüschauge erst mal testen lassen.

Ich musste anschliessend die Armlänge etwas kürzen und die Krallen nochmal neu annähen.

Dann habe ich beim Schliessen der Handfläche noch ein Stück Fleece doppelt gefaltet und unter das Nähgut genäht. Somit stabilisiert sich die Drachenpranke und einen lustigen Effekt konnte ich dadurch noch einbauen.


 


 Auf Rechts gedreht habe ich nämlich nachher nur noch ein kleines Loch einschneiden können, was ich per Hand umnähte . So kann die Grosse mit der Hand unter den Fleece schlüpfen und hat eine geschlossene Pranke und sich aber trotzdem mal kratzen oder etwas ordentlich nehmen, ohne gleich die ganze Jacke ausziehen zu müssen.




 So sieht das also fertig aus und mein Plüschauge findet dieses kleine Sujet fast am coolsten.

Von oben ist nichts des Loches zu sehen, nur das Fleece sorgt für die Form.





Ganz am Schluss habe ich die Jacke nach Anleitung (aber ohne Arme innen) gefüttert und zusammen genäht. Die Armausschnitte innen habe ich an der Aussennaht fixiert.



Somit ist meine Ohnezahn Jacke nach JaWePu fertig.




Bis bald zum nächsten Teil :)


1 Kommentar:

  1. Wow, was für eine Konstruktion!
    Das Kostüm wird der Hammer und ich freue mich schon auf Tragebilder :0)
    Liebe Grüsse, mica

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