Mittwoch, 1. Juli 2015

Wie ich Panele verarbeite - Teil 1

Wie fleissige Leser meines Blogs wissen, bin ich grosser Fan von Printstoffen und in diese Kategorie fallen auch schöne Jerseypanele.

HIER habe ich bereits ein tolles Ohnezahn-Panel verarbeitet und wenn Ihr genau hinseht, erkennt Ihr, dass ich an den Trägern angesetzt habe.

Das ist die einfachste Version, so ein meist zu kleines Stück Stoff in die richtige Grösse für ein Shirt oder Kleid zu bringen.

Heute mag ich Euch mal eine andere Version zeigen und in den nächsten Tagen folgt noch mindestens eine weitere.
Ihr seht, ich habe mich mit ein paar Panels eingedeckt. ;)


Also dann starten wir mal:

Diese süsse Meerjungfrau habe ich von Elli Design.





Wie Ihr auf dem Foto seht, trägt das Plüschauge bereits eine 122 und dafür reicht dieses Stück Stoff zwar gerade so noch in der Breite, aber bei der Länge wirds eng!
Zudem kommt noch ein Problem: Wenn ich das Schnittmuster genau am oberen Stoffrand ansetze, dann schneide ich mir mit dem Halsausschnitt genau in den Kopf der kleinen Arielle.





Möglichkeit 1: ich nähe wie im Link oben einen Streifen oben an.
Möglichkeit 2: ich benutze ein Schnittmuster mit Unterteilung, wie zB das Trägerkleid von Pauline
Möglichkeit 3: ich probiere etwas Neues: Fake-Raglan-Nähte!

Ich benutze also ein gut sitzendes Schnittmuster und falte mir ab dem Armausschnitt eine Diagonale zur Halskannte auf das Papier.




Ich kontrolliere noch einmal, dass sich der Print nicht innerhalb meiner Schnittlinie befindet und schneide das Vorderteil mit eingekürztem Träger zu.



Ihr seht, bei mir passt das Panel wirklich noch geraaaaaade so in der Breite. Ich habe aber auch schon eins hier, welches zu knapp ist. Ich sagte ja, das wird nicht das einzige Tutorial sein ;)





Auseinander gefaltet gleicht das Vorderteil nun fast einem Raglan-Vorderteil.




Nun die logische Konsequenz: wenn ich an einer Seite etwas wegnehme, dann muss ich an der anderen Seite..... Ihr versteht mich ;)


Nun kann  mich mir dieses kleinen Stücke zurecht schneiden und an das Vorderteil nähen oder...ich bin oft sehr faul: Ich setze es gleich an das Rückenteil an.




Ich hoffe, Ihr könnt das einigermassen gut erkennen auf den Bildern.




Tja...und nun wird das vordere Teil einfach normal an das hintere genäht. 
Super schön sieht auch eine Paspel an der Fake-Raglan-Naht aus!




Markiert Euch vielleicht noch die "eigentliche" Schulternaht, denn so setzt man die Ärmel genauer an.


 Fertig!!




***

Ich habe nun noch Flügelchen-Ärmel Marke Eigenbau angesetzt, welche mir im ersten Moment etwas gross vor kamen, aber irgendwie meinte das Plüschauge, dass das eine schöne Muschelform wäre und getragen ist es noch niedlich.






Der hellblaue Yolandastoff von regenbogenbuntes passt einfach wunderbar zu den frischen klaren Farben des Prints und verkörpert für uns eine Art Wasserpflanze.












Kommentare:

  1. danke für die tolle anleitung!!

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  2. hammerstark und vielen dank für die anleitung. leider sind wir schon bei gr. 134

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  3. Wie süß ! .....Eines der ersten schönen Panels hab ich auf einem midsommar-rock gesehen.

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  4. Meine Güte! Ist das süüüüüüß! Und die Muschel-Ärmel sind das Tüpferl am i!

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  5. Cool! Raffiniert sind diese Fake dinger!
    LG Caro

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  6. So süss und eine super Idee. Danke für diese Inspiration :)

    LG Katrin

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  7. Traumhaft schönes Shirt - das liegt wohl an der Näherin und vor allem an der Trägerin ;-)
    Liebe Grüße aus dem Harz sendet Karin

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